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Statement des RAHMA e.V. zum Internationalen Frauentag 2021

Veröffentlicht am 08.03.2021

Statement des RAHMA e.V. zum Internationalen Frauentag 2021

Heute, der 8. März 2021, ist der Internationale Frauentag. Das Motto der UN für 2021 lautet „Frauen in Führungspositionen: Für eine ebenbürtige Zukunft in einer COVID-19-Welt“ (Women in leadership: Achieving an equal future in a COVID-19 world).

Das diesjährige UN-Motto mag unter dem Vorzeichen der Corona-Pandemie stehen, die Forderung nach Frauen in Führungspositionen war vor und wird auch nach der Pandemie als Kampf für die Gleichberechtigung in der Berufswelt notwendig (bleiben) und für alle Frauen (fort) zu führen sein. Dabei zeigt gerade die Corona-Pandemie auf, dass der Fokus alleine auf die wichtige Forderung der Frauen in Führungspositionen die sog. Alltagsheldinnen ebenso ausblendet wie die Ungleichbehandlung der Diversität von Frauen vom feministischen Blick entweder teilweise nicht einmal wahrgenommen oder sogar negiert wird. Die an der Corona-Front (Verkauf und Pflege etc.) tätigen Personen in der EU sind weitüberwiegend FRAUEN, und zwar 82 % des Kassenpersonals, 86 % des Pflegepersonals, 93 % der in der Kinderbetreuung und als Hilfslehrkräfte Tätigen sowie sage und schreibe 95 % der Reinigungskräfte und der Hilfen im Haushalt. Dabei sind die migrantisch gelesenen Frauen in den körperlich anstrengenderen Jobs und/oder am schlechtesten bezahlten Jobs überproportional vertreten, woran auch die vielen (muslimischen) Pionierinnen und Forscherinnen wie etwa Priv.-Doz. Dr. med. Özlem Türeci (Chief Medical Officer und Mitgründerinn von BioNTec), Dr. med. Dilek Gürsoy (Herzchirurgin, Autorin: „Ich stehe hier, weil ich gut bin“) oder Dr. Marwa Mahlis (Hochschule Coburg. Alzheimer-Forscherin) alleine nichts zu ändern vermögen. Dafür braucht es den Kampf aller privilegierten Frauen. Diesen gemeinsamen, solidarischen Kampf braucht es und diesen fordern wir aber auch, wenn Frauen mit Kopftuch systematisch, strukturell und institutionell aus Krankenhäusern, Schulen oder Gerichten als Praktikantinnen, Referendarinnen, Ärztinnen, Lehrerinnen oder Richterinnen und Staatsanwältinnen verbannt werden sollen. JA zu Frauen in Führungspositionen, aber bitte für alle Frauen – mit oder ohne Kopftuch, „migrantisch“ oder nichtmigrantisch. Und daher: JA zur Diversitätsquote in Behörden und Führungsetagen!

gez. RAHMA-Vorstand und RAHMA-Beirat


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